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21.6.2018 : 10:40 : +0200

Grundidee des Excellence-Modells

„Bessere Ergebnisse durch Einbindung aller Mitarbeiter in die kontinuierliche Verbesserung ihrer Prozesse.“
Durch weitere Spezifikationen erhält das Excellence-Modell seine Charakteristik.

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Das EFQM-Modell

Die European Foundation for Quality Management (EFQM), eine europäische Stiftung namhafter Industrieunternehmen, hat in Zusammenarbeit mit der EU-Kommission und der European Organization for Quality (EOQ) ein europäisches Referenzmodell für Qualitätsmanagement entwickelt – das EFQM-Modell. Das Modell dient als Basis für den jährlich verliehenen Europäischen Qualitätspreis (EQA). Dieser Qualitätspreis war eine Antwort auf japanische und US-amerikanische Versuche, durch Qualitätspreise einen Anreiz zur Steigerung der wirtschaftlichen Kraft der nationalen Unternehmen zu schaffen.

Das EFQM-Modell soll grundsätzlich auf alle Branchen übertragbar sein. Es wurde nicht nach systematisch-wissenschaftlichen Gesichtspunkten entwickelt, sondern aus den vielfältigen Erfahrungen der 250 beteiligten Personen aus unterschiedlichsten Institutionen und Branchen.
Das Modell beruht auf dem Zusammenwirken der oben dargestellten neun Kriterien, welche in Befähiger und Ergebnisse unterteilt werden. Der visuelle Aufbau des Modells zeigt deutlich, dass der Ausgangspunkt für alle Aktivitäten eine nachhaltige und überzeugende Führung der obersten Leitung ist.

Das Modell beruht auf folgender Überlegung:
Kundenzufriedenheit, Mitarbeiterzufriedenheit und positiver Einfluss auf die Gesellschaft werden durch ein Management erzielt, das seine Strategie und Planung, unter geeigneter Mitarbeiterorientierung, in entsprechendes Management von Ressourcen und Prozessen umsetzt, was letztendlich zu exzellenten Geschäftsergebnissen führt.

Konzepte im EFQM-Modell

  • Ergebnisorientierung (Kriterium "Schlüsselergebnisse") bedeutet, inwieweit die Erwartungen aller relevanten Interessengruppen (Kunden, Mitarbeiter,  Eigentümer, Lieferanten, Gesellschaft) in einem ausgewogenen Verhältnis erfüllt werden.
  • Die Kundenorientierung richtet - soweit möglich - ihre Aktivitäten nach denBedürfnissen bestehender/potenzieller Kunden aus.
  • Das systematische Prozessmanagement (Kriterium "Prozesse") verknüpft bereichs- bzw. abteilungsübergreifend die Aktivitäten und trägt dazu bei, dass Entscheidungen auf Basis zuverlässiger und durchgängiger Informationen getroffen werden.
  • Die Mitarbeiterorientierung äußert sich in der Förderung und Beteiligung der Mitarbeiter innerhalb eines Umfeldes, das von gemeinsamen Werten, Vertrauen und Selbstverantwortung geprägt ist.
  • Kontinuierliches Lernen, Innovation und Verbesserung sind das Resultat des aktiven Austausches von Wissen und der entsprechenden Förderung dieses Austausches.
  • Der Auf- und Ausbau von Partnerschaften (Kriterium "Partnerschaften und Ressourcen") soll Beziehungen mit Vorteilen für beide Seiten schaffen, wobei es auch hier um den Austausch von Wissen und um Integration geht.
  • Die Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit (Kriterium "Gesellschaftsbezogene Ergebnisse") orientiert sich dabei an langfristigen Erfolgen durch korrektes öffentliches Verhalten und am Übertreffen der (gesetzlichen) Vorschriften und Auflagen.
  • Exzellente Führung und Unterstützung äußert sich schließlich durch vorbildliches Verhalten der Führungskräfte hinsichtlich Zweck, Zielen und Werten der Organisation, die sich aus der Politik und Strategie als Ausdruck der Vision der Organisation ableiten