Sie sind hier: Home > Reha > Instrumente > Reha-Effekte
21.9.2018 : 23:13 : +0200

Zeitlicher Aufwand

Das Ausfüllen des Fragebogens durch die Teilnehmer dauert nicht länger als 10 Minuten Insgesamt sind für das Austeilen, Erläuterungen, Bearbeitung und Einsammeln 20 Minuten einzuplanen. Für die Eingabe der Ergebnisse der „rehabilitaiven Effekte“ ist noch weitere Zeit notwendig.

Sie sind hier: Home > Reha > Instrumente > Reha-Effekte

Erhebung der rehabilitativen Effekte

Die Erhebung der rehabilitativen Effekte bei den Teilnehmern am Rehabilitationssport ist im Gesamtkonzept des Qualitätsmanagements ein effektives Instrument zur Feststellung der inhaltlichen Qualität des Rehabilitationsangebots „vor Ort“. Dem Rehabilitationssport werden zahlreiche positive rehabilitative bzw. gesundheitliche Effekte zugeschrieben, die den Rehabilitationsprozess ergänzend zur medizinischen Rehabilitation unterstützten.

Damit verknüpfen sich bestimmte inhaltlichen Anforderungen an die Leitung eines Rehabilitationsangebotes. Das Angebot sollte

  • ein umfassendes, an den individuellen Rehabilitationszielen orientiertes Bewegungsprogramm und
  • ergänzende rehabilitationsfördernde Maßnahmen

beinhalten.

Um in Nordrhein-Westfalen eine hohe inhaltliche Qualität der von Landessportbund und Behinderten Sportverband Nordrhein-Westfalen anerkannten Rehabilitationssportangebote zu gewährleisten und eine Weiterführung der in der Phase II der Rehabilitation (nach WHO) angestrebten Rehabilitationsziele zu erreichen, wurden für die im Erwachsenenbereich existierenden Angebotsbereiche „Sport in Herzgruppen“, „Sport in der Krebsnachsorge“ und „Sport bei Diabetes“ Angebotsziele formuliert. Diese dienen dazu, die Übungsleitung bei der inhaltlichen Gestaltung des Angebots zu unterstützen. Sie ermöglichen darüber hinaus, den Erfolg Ihrer Maßnahme abzubilden. Zu diesem Zweck wurde auf Basis der Ziele ein Fragebogen entwickelt, der es ermöglicht, bei den Teilnehmern rehabilitative Veränderungen zu messen, die durch das Angebot erzielt werden. Auf diese Weise bekommt die Übungsleitung eine Rückmeldung darüber, in welchen Zielbereichen das Angebot besonders wirksam ist und wo ggf. Verbesserungen möglich sind. Durch eine gezielte Arbeit an Inhalten und Methoden hat die Übungsleitung dann die Möglichkeit, die Wirksamkeit des Angebots weiter zu erhöhen.

Für den Verein als anerkannter Leistungserbringer von Rehabilitationssport und die Übungsleitung ergeben sich folgende positive Effekte:

  • Sicherstellung der verbandlich entwickelten Inhaltsqualitäten,
  • Impulse für eine Verbesserung von Prozess- und Ergebnisqualität,
  • Dokumentation der eigenen Qualitätsentwicklung,
  • Rückmeldung über die inhaltliche Gestaltung des Angebots durch die Übungsleitung,
  • Anregungen für die eigene Fortbildung als Übungsleitung,
  • Verstärkte Identifikation der Teilnehmer mit dem Angebot.

Organisation/Verfahren:

Anhand von Erhebungsbögen, die die Teilnehmer ausfüllen, werden in einem zeitlichen Abstand (Eingangsbefragung = Messung 1 und Ausgangsbefragung = Messung 2, mit einem Abstand von sechs Monaten, max. 12 Monate) gesundheitliche Selbsteinschätzungen abgefragt. Die Veränderungen zeigen rehabilitative Effekte des Angebots bei den Teilnehmern. Daraus lassen sich ggf. Ansatzpunkte für eine Veränderung des Angebots ableiten.

Die Vorlage für die Eingangs- und die Ausgangsbefragung sowie Informationen für die Übungsleitung zum Einsatz der Bögen stehen kostenlos über das „Qualitätsmanagement Sport und Gesundheit online“ als Download zur Verfügung. Die Angaben werden online vom Übungsleiter in eine Erfassungsmaske eingegeben. Die Auswertung ist wie bei der „Erhebung der Teilnehmerzufriedenheit“ online über das Internet möglich.

 Anerkennung als Leistungserbringer 

Für die zukünftige Verlängerung der Anerkennung als Leistungserbringer von Rehabilitationssport muss die zweimalige Erhebung der rehabilitativen Effekte (Eingangs- und Ausgangsbefragung) innerhalb der zum Verlängerungszeitpunkt zurückliegenden zwei Jahre nachgewiesen werden. Der Nachweis ist nur gültig für das Rehabilitationssportangebot, in dem die Befragung durchgeführt wurde.